Bericht Elke Protzmann, 2. Bürgermeisterin zum Besuch der Kläranlage am 29.03.2016

Aufge“klärt“

Keiner nimmt sie so recht wahr – und doch ist sie eines der wichtigsten Teile unserer Infrastruktur – die Kläranlage. Wie selbstverständlich gehen wir als BürgerInnen der Stadt und Stadtteile davon aus, dass sie funktioniert und ist erfahrungsgemäß nur interessant, wenn alle paar Jahre, wie vorgeschrieben, eine Anpassung der Abwassergebühren stattfindet.
Technische Details und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften im Zusammenhang mTeilnehmer Kläranlageit Wasser, Abwasser und Klärung interessieren da eher nicht – aber gerade die in einer Stadt perfekt zu beherrschen sind die Voraussetzung für eine reibungslose Umsetzung der Prozesse, die in einer Kläranlage stattfinden.
Und die ließen sich zahlreiche Mitglieder der CSU, FU, JU Neustadt vom Betriebsleiter Rainer Langer bei der Führung durch den „Tatort“ Kläranlage zeigen und erklären. Es wurde klar, welch hohe Verantwortung auf dem Personal der Kläranlage liegt, wobei das Betätigungsfeld des Kläranlagenpersonales ziemlich weitreichend ist. Benötigt werden Fähigkeiten in der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und der Chemie.
Beeindruckt waren die Besucher auch von dem getätigten finanziellen Aufwand über den 2. Bürgermeisterin Elke Protzmann informierte.
So wurde hier in Neustadt die Kläranlage im Jahr 1999 um die dritte Reinigungsstufe mit Phosphatfällstation und Denitrifizierung erweitert und das große Regenrückhaltebecken mit ca. 3.400 m³ Fassungsvermögen zugebaut. Hier wurden 10 Mio. Euro verbaut.
Neben der Entwässerungsanlage der Kernstadt besitzt die Stadt Neustadt 21 Stadtteile, deren Abwässer eine fachgerechten Behandlung und Klärung erfahren mussten. So wurden im Zeitraum von 1999 bis 2013 ca. 14 Mio. Euro für den Anschluss der Stadtteile an die Zentralkläranlage investiert. Letztendlich sind es 33 Pumpwerke, die vom Kläranlagen-Personal gewartet werden müssen.
In den letzten beiden Jahren wurde wieder vermehrt in der Kläranlage investiert. So wurde die gesamte Kläranlagensteuerung mit einem Aufwand von ca. 1,2 Mio. Euro unter laufenden Betrieb erneuert. Alte Gebläse und Rührwerke wurden ersetzt, das Zwischenhebewerk optimiert und letztes Jahr wurde ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Dazu musste auch der alte Trockengasbehälter saniert werden.
Und in diesem Jahr steht die Auswechslung der Schneckenhebewerke am Einlauf an und nächstes Jahr die Wärmedämmung der Faultürme. Alles zusammen nochmals Investitionen in Höhe von über 1 Mio. Euro.
Beeindruckt von der Größe der Anlage, den technischen Bauwerken und Anlagen wurde bei der Besichtigung klar, dass die getätigten Investitionen wichtig sind.

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